
2016
Amarone und Valpolicella aus dem Jahrgang 2016
Die Erzeuger sind durchweg zufrieden mit den Weinen des Jahrgangs 2016, vor allem wegen ihrer Reife und ihrer tiefen Dichte. Es sind vielschichtige Weine, auf Dauer gebaut, von denen einige fünfzehn bis zwanzig Jahre Reifepotenzial bieten dürften. „2016 lagen Austrieb und Lese im Mittel der letzten fünfzehn bis zwanzig Jahrgänge“, sagt Gabriele Righetti von I Vigneti di Ettore, einem hoch angesehenen Amarone-Erzeuger in der Gemeinde Negrar in der Zone Valpolicella Classico. „Insgesamt war die Saison aber kälter und regnerischer als sonst, vor allem im Frühling.“
„Der Jahrgang 2016 lässt sich mit 2015 vergleichen, denn wir hatten einen sehr heißen Sommer“, bemerkt Silvia Giordano von Zeni, „allerdings ohne die schwülen 38 bis 40 Grad, die wir in anderen Jahrgängen erlebt haben.“
Auf dem Gut Stefano Accordini in Fumane weist Marco Accordini darauf hin, dass die Lage ihrer Weinberge die Hitze abgemildert hat. „Wir sind mit 550 Metern über dem Meer das höchstgelegene Weingut der Valpolicella, und dadurch hatten wir selbst im Juli keine sehr heißen Tage. Also war auch 2016 für uns ein ausgezeichneter Jahrgang: Die Trauben hatten viel Zucker, eine gute Säure und besonders viele Anthocyane, also Farbtiefe.“
Righetti erinnert sich an sehr günstiges Wetter am Ende des Sommers. „Im September, zu Beginn der Lese, war es trockener und windiger, mit einem großen Unterschied zwischen Tag und Nacht. Was die Pflanze zum Überleben gebildet hatte, blieb in den Trauben und gab den Weinen mehr Körper und Farbe.“